Donnerstag, 5. Juli 2007

Ueber kleine Sitze und Klimaanlagen

Wie gespannte Seile schneiden sich die Strassen durch die Umgebung und Doerfer im Land der aufgehenden Sonne. Strassen mit Loechern wie ein Emmentaler. Ich sitz grad in einem 12-Sitz Mini-Van (wie ein groesserer VW Bus) und versuch meinen Zug zu erwischen, der in etwa einer Stunde abfaehrt. Meine einzige Chance vor Mitternacht heim zu kommen. Der Bus ist der Wahnsinn, der Fahrstil der Chinesen auch. Anschnallmoeglichkeiten gibts im Auto nur zwei (Fahrer und Beifahrer) und mein Kollege sitzt auf einem Sitz mit einer Rueckenlehne in etwa so gross wie ein A4 Block. Die geht sogar ihm, und er ist Chinese, nur bis zur Haelfte des Rueckens. An die Moeglichkeit eines Unfalls moechte man hier gar nicht denken. Es ist ja auch schon spaet. Gib Gas Mann!! Die Autobahn, die sich tatsaechlich fast schnurgerade durchs Land zieht, ist schon mal vorsorglich fuer die naechsten 100Jahre Wirtschaftswachstum geruestet, und hat zwischen 3 und 5 Spuren. Ausgelastet ist sie bei weitem noch nicht. Gott sei Dank. Gerade ziehen sich diese 5 Spuren immer enger zusammen, bis nur noch eine Spur uebrig bleibt. Die ausgebremsten Autos stehen vor der, auf einmal mitten in der Autobahn aufgerissenenen Strasse. Auf der Baustelle arbeitet keiner. Autos schneiden nach links auf die einzige Spur. Prinzipiell werden Verkehrsregeln hier beim Einsteigen liegen gelassen, oder die Klimaanlage - immer auf bedachte 16Grad eingestellt - kuehlt den Leuten das Gehirn ein. Man ueberholt links und rechts. Faehrt mit dem Fahrrad bei Nacht und ohne Licht gegen die Autobahnauffahrt oder quert die Autobahn zu Fuss. Rote Ampeln sind eher nur Richtlinien und Fussgaenger auf Zebrastreifen leichte Beute. Dagegen ist mein Platz im Bus noch ziemlich sicher, und bis zum Zug ist es nicht mehr weit..

1 Kommentar:

HongkongMoscht hat gesagt…

And in English...??

Amie x